Die Zeiten, in denen Sie sich einfach nur auf London als Hauptsitz Ihres Startups verlassen mussten, sind vorbei, seitdem Großbritannien begonnen hat, sich von der Europäischen Union zu lösen.

Fragen Sie einfach Nicole Sahin, die ihre Firma bootstrapped, Globalisierungspartnerauf 200 Mitarbeiter. Das Unternehmen unterstützt andere Unternehmen bei der Einstellung in Ländern, in denen sie nicht physisch präsent sind. Es ist in mehr als 170 Ländern aktiv. Am Dienstag gab Sahin bekannt, dass sie 150 Millionen Dollar eingeworben hatte Private Equity für ihre Firma bei 500 Millionen Dollar Bewertung. Das Geld stammt von Wincove Private Holdings, TDR Capital und Sands Capital. Sahin wird dieses Geld verwenden, um die Präsenz des Unternehmens im internationalen Umfeld zu vergrößern, Vertriebs- und Marketingteams in Europa und Asien einzustellen und ihre Investitionen in Technologie zu erhöhen.

Dank des Brexit erwartet Sahin, dass diese Landschaft ganz anders aussieht als 2012, als sie Globalization Partners gründete. „Die Vereinigten Königreichs“, sagt sie, „machen gerade einen Sprung von der internationalen Bühne. Sie wollen ein kleines Land auf einer Insel sein.“

Als Sahin Globalization Partners gründete, könnten 90 Prozent der Unternehmen durch die Einstellung eines Teams in London nach Europa expandieren. Das hieß nicht unbedingt, sich nur auf britisches Fachwissen zu verlassen: „London ist so vielfältig, dass man ein ganzes europäisches Team von London aus einstellen könnte“, sagt sie.

Mit dem Brexit ist dies nicht mehr der Fall. Und es gebe keinen offensichtlichen Ersatz für London: „Es gibt keine Standardzentrale mehr für Europa.“ Irland ist wahrscheinlich der führende Konkurrent, der seine Popularität mit niedrigen Körperschaftsteuersätzen ankurbelte. Die Niederlande haben dasselbe getan, sagt Sahin. Dublin „explodiert“ immer noch, aber Amsterdam wächst auch als Technologiezentrum. In beiden Ländern sei das Rechtssystem für Start-ups relativ einfach zu navigieren. Sie geht davon aus, dass Unternehmen ein Backoffice in Irland oder den Niederlanden einrichten und dann in jedem Land ein paar Vertriebsmitarbeiter mit einem beträchtlichen Zielmarkt einstellen.

Sahin ist etwas überrascht, dass das Interesse von Startups an Frankreich gestiegen ist. Sie sagt, das Rechtssystem in Frankreich sei „ziemlich einzigartig“ und „super bürokratisch“. Die persönlichen Steuersätze sind hoch. „Es ist schwer für eine Person, dorthin zu wollen und von Grund auf zu bauen“, sagt sie.

Einzelne Branchen könnten unterschiedliche Strategien verfolgen. Ein Modeunternehmen wird seinen europäischen Hauptsitz in Italien oder Frankreich haben, während sich ein Medizinproduktehersteller wahrscheinlich für die Schweiz entscheiden wird. Ein Technologieunternehmen würde sich wahrscheinlich immer noch für Irland entscheiden.

Berlin ist auch bei Startups beliebt, aber laut Sahin wird es zu teuer. „Dort sind die coolen Kids“, sagt sie. „Das ist es, was Sie einstellen möchten, um Ihr Technologieunternehmen zu leiten. Aber die Mieten steigen stark und die Leute haben es satt.“ Die Alternative? In letzter Zeit war es Lissabon, und das aus sehr altmodischen Gründen. Sagt Sahin: „Es ist cool, billig und schön.“

Veröffentlicht am: 5. Februar 2020



Quelle: Inc.com

Categories: Business

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